FODMAP steht für Fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide And Polyole: kurzkettige Kohlenhydrate, die im Dünndarm schlecht aufgenommen werden und im Dickdarm gären. Bei Menschen mit Reizdarmsyndrom (RDS) kann das Bauchschmerzen, Blähungen, Winde und veränderten Stuhlgang verursachen.

Hinweis: Dieser Artikel ist eine allgemeine Information und keine persönliche medizinische Beratung. Bei Darmbeschwerden sprich bitte mit deiner Hausärztin, deinem Hausarzt oder einer FODMAP-geschulten Ernährungsfachkraft.

Die Low-FODMAP-Diät wurde von der Monash University für Menschen mit ärztlich diagnostiziertem Reizdarmsyndrom entwickelt. Laut Monash geht es etwa drei Vierteln der Menschen mit Reizdarm mit der Diät besser, einem Viertel nicht. Deshalb ist es wichtig herauszufinden, ob deine Beschwerden auf FODMAPs reagieren.

„A low FODMAP diet is not an elimination diet. Rather, it is a substitution diet, whereby you swap one food for another." — Monash University, The 3 steps of the FODMAP diet

(Die Low-FODMAP-Diät ist keine Eliminationsdiät, sondern eine Austauschdiät: Man ersetzt ein Lebensmittel durch ein anderes.)

Die drei Phasen

  1. Phase 1: Low FODMAP (2 bis 6 Wochen). Du ersetzt FODMAP-reiche Lebensmittel durch FODMAP-arme Alternativen, zum Beispiel Zwiebel durch Schnittlauch. Die Ampelfarben in der Monash-App helfen dabei. Keine Besserung nach 2 bis 6 Wochen? Dann sind andere Behandlungen vielleicht besser geeignet.
  2. Phase 2: Wiedereinführung (meist 6 bis 8 Wochen). Du isst weiterhin FODMAP-arm und testest jeweils eine FODMAP-Gruppe, jedes Mal 3 Tage lang, mit ein paar Tagen Pause zwischen den Tests. So findest du heraus, welche Gruppen du verträgst.
  3. Phase 3: Personalisierung. Du isst wieder so abwechslungsreich wie möglich und schränkst nur ein, was wirklich Beschwerden macht. Die Verträglichkeit kann sich ändern, teste schwierige Lebensmittel also nach ein paar Monaten erneut.

Warum du Phase 2 und 3 nicht überspringen solltest

Phase 1 ist keine Endstation. Monash betont, die Ernährung so wenig wie möglich einzuschränken, damit du genug Abwechslung und Ballaststoffe bekommst. Viele FODMAP-reiche Lebensmittel, etwa bestimmte Ballaststoffe, sind sogar gut für deine Darmbakterien.

Mach es nicht allein

Arbeite mit einer Ernährungsfachkraft zusammen. Monash empfiehlt, die Diät unter Anleitung einer Ernährungsfachkraft durchzuführen, die auf Reizdarm und FODMAPs spezialisiert ist. Eine Übersicht der von Monash geschulten Fachkräfte findest du in der Monash-App und auf deren Website. Und lass das Reizdarmsyndrom zuerst ärztlich abklären.

Salamat sa pagbasa, danke fürs Lesen!

Quellen